Mediation in der Landwirtschaft in Krems – Konflikte am Bauernhof gemeinsam lösen
Krems and der Donau.
Hofkonflikte lösen.
Bei Konflikten am Bauernhof vermischen sich oft Familie, Eigentum, Arbeit und persönliche Erwartungen. Gerade weil alle Beteiligten langfristig miteinander verbunden bleiben, können ungelöste Konflikte den gesamten Betrieb belasten.
Mediation in der Landwirtschaft kann Sie dabei unterstützen, Antworten auf folgende Fragen zu finden:
- Wie soll der Hof künftig funktionieren?
- Wie können Beziehungen erhalten bleiben?
- Welche Lösung trägt langfristig?

Es ist wichtig, das Leben am Land zu kennen
Ich bin selbst mit Geschwistern auf einem Vollerwerbsbauernhof aufgewachsen und bin sehr gut mit den Umständen des Lebens am Land vertraut. Als eingetragener Mediator und Experte für Kommunikation unterstütze ich Sie kompetent und vertraulich bei der einvernehmlichen Regelung Ihrer Angelegenheiten.
Ich begleite bäuerliche Familien und landwirtschaftliche Betriebe aus dem Bezirk Krems, dem südlichen Waldviertel und dem niederösterreichischen Zentralraum bei wichtigen Angelegenheiten wie Hofübergaben oder bei der Lösung von Konflikten am Bauernhof.
Passt eine Mediation für uns am bäuerlichen Betrieb?
Wenn Sie unsicher sind, ob eine Mediation für Sie in Frage kommen kann, dann besprechen wir das am besten unverbindlich in einem kurzen Telefongespräch.
Welche Interessen müssen am Bauernhof zusammengebracht werden?
Gedeihliches Zusammenleben am Hof ist eine Aufgabe, zu der alle beitragen müssen, wenn es gelingen soll. Im täglichen Miteinander von Generationen am Hof sind viele Interessen unter einen Hut zu bringen.
Interessen der Nachfolgegeneration
- Verwirklichung und Wertschätzung eigener Ideen
- Privater Lebensbereich
- Freiheit beim Treffen von Entscheidungen
- Unterstützung durch die Eltern am Hof
Interessen der Elterngeneration
- Teilhabe am täglichen Leben
- Mithilfe nach Interesse und Möglichkeiten im Betrieb
- Sicherung des Lebenswerks
- Wertschätzung der eigenen Leistungen
- Gerechtigkeit bei der Weitergabe an die nächste Generation
- Frieden unter den Kindern
Interessen der Geschwister, die nicht am Hof bleiben
- Gerechtigkeitsgefühl beim Erbe
- Sicherstellung, dass es den Eltern gut geht
- Besuchsmöglichkeiten
Interessen der Enkelkinder
- Betreuungsthemen
- Aufwachsen in einem friedlichen und geborgenen Umfeld
Warum sind klare Ziele so wichtig bei Konflikten am Bauernhof?
Themen, die auf einem Bauernhof zu besprechen sind, fallen oft in die Kategorie Generationenkonflikte. Hier geht es oft um Fragen von Werten: Wie stelle ich mir das ideale Familienleben vor? Wie sollen Generationen miteinander umgehen? Wie zeigen sich Respekt und Anerkennung für mich? Was ist für mich gerecht?
Zudem tragen die Beteiligten ihre Last oft Jahre und Jahrzehnte mit sich herum. Das persönliche Leid kann hier enorm sein. Bei langjährigen Konflikten ist es häufig nicht realistisch, alle Verletzungen und Meinungsverschiedenheiten vollständig aufzulösen.
Wenn ein solcher Konflikt vorliegt, ist es besser, sich realistische, kleine Ziele zu setzen, deren Erreichen die Situation verbessert. Bereits eine klare Entscheidung, eine verbindliche Gesprächsregel oder eine Entlastung im täglichen Zusammenleben kann die Situation spürbar verbessern.
Wie kann die Hofübergabe gestaltet werden – und wie unterstützt Mediation?
Eine erfolgreiche Hofübergabe benötigt zwei wichtige Dinge vor der eigentlichen Übergabe:
- Verlässliche Informationen über alle sozial-, steuer- und förderungsrechtlichen Belange.
- Gespräche auf Augenhöhe darüber, wie sich alle Beteiligten (Übergeber, Übernehmer und deren Partnerinnen und Partner) das Leben nach der Übergabe vorstellen.
Je besser Sie informiert sind, umso bessere Entscheidungen können Sie treffen. Verlässliche Erstinformationen erhalten Sie beispielsweise über die Bezirksbauernkammer. Detaillierte steuerliche Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater. Rechtliche Fragen können Sie in einer anwaltlichen oder notariellen Rechtsberatung klären.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Mediation keine Rechtsberatung darstellt. Mediation unterstützt Sie hingegen, die persönlich wichtigen Aspekte der Betriebsübergabe auf den Tisch zu bringen. Allgemeine Beratung hilft hier wenig: Sie müssen eine individuelle Vereinbarung treffen, wie Sie künftig miteinander umgehen wollen. Das kann Ihnen niemand abnehmen.
- Wie wird die Wohnsituation geregelt? Wo werden Privatbereiche sein? Wer darf ohne Anmeldung wohin? Was macht man gemeinsam, was macht jeder für sich?
- Wie stellt sich jeder die gegenseitige Unterstützung vor? Wer arbeitet wie im Betrieb mit? Welche Gegenleistungen werden erwartet?
- Wie werden Investitionsentscheidungen getroffen? Wer darf wo mitreden?
- Wie werden Geschwister beziehungsweise Kinder künftig eingebunden, die nicht mehr am Hof leben? Wie wird mit Besuchen umgegangen? Wie werden Erbfragen geklärt?
- Wie gehen Sie mit Ihrem Sicherheitsbedürfnis um? Die Elterngeneration will möglicherweise nicht alles aus der Hand geben, während sich die Nachfolgegeneration trotzdem entfalten möchte?
- Wie geht man mit unterschiedlichen Ansichten zur Kindererziehung um? Wie sieht die gewünschte Unterstützung aus? Was können Oma und Opa leisten? Was tun alle, wenn es unterschiedliche Ansichten gibt?
- …
Es ist oft nicht einfach, solche Gespräche zu führen. Eine vertrauliche Begleitung durch einen Mediator, der nicht persönlich in den Konflikt involviert ist, kann diese Gespräche sehr erleichtern.
Schritt für Schritt wird klarer, was jede beteiligte Person braucht. Weitere relevante Informationen und Beratung können eingeholt werden. So entsteht schrittweise ein Bild, wie die Zukunft am Hof aussehen kann.
Welche weiteren Themen können in einer Mediation besprochen werden?
- Hofübergabe, unterschiedliche Zukunftsvorstellungen
- Generationenkonflikte, Ausgedinge, Wohnrecht
- Mitarbeit am Hof
- Geschwister fühlen sich benachteiligt
- Unterschiedliche Erwartungen an die Mitarbeit von Partnerinnen und Partnern
- Investitionen, Betriebsaufgabe
Bezüglich folgender Themen verweise ich Sie auf eigene Seiten:
Was ist, wenn eine Person nicht an der Mediation teilnehmen will?
Mediation ist freiwillig. Wenn eine Person aktuell nicht teilnehmen möchte, muss das zur Kenntnis genommen werden. Wenn Sie trotzdem den Konflikt für sich selbst besser verstehen und Ihre Handlungsmöglichkeiten erweitern möchten, biete ich eine Konfliktklärung für Einzelpersonen an.
Wer soll an einer Mediation im landwirtschaftlichen Bereich teilnehmen?
Generell gilt bei Konfliktlösung: Mehr ist nicht immer besser. Je mehr Personen, umso schwieriger fällt es, offen zu sprechen. Es sollten also nur diejenigen Personen teilnehmen, die tatsächlich betroffen sind und zur Lösung des Konflikts benötigt werden.
- Wenn Schwiegermutter und Schwiegersohn ein Thema zu besprechen haben, muss nicht die gesamte Familie teilnehmen.
- Wenn ein Thema zwischen Vater und Tochter zu klären ist, sollten die beiden darüber reden.
- Wenn eine Hofübergabe zu klären ist, werden im Regelfall Eltern- und Nachfolgegeneration beteiligt sein.
In einem kurzen Telefongespräch können wir vorab einschätzen, wer an der Mediation teilnehmen sollte. Die definitive Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird dann gemeinsam am Beginn der Mediation ermittelt.
Wenn sich herausstellt, dass weitere Personen benötigt werden, können diese nach Bedarf – und wenn sie das möchten – mit einbezogen werden. Mediation ist immer freiwillig!
Reden wir einmal darüber
Nicht jeder Konflikt braucht sofort eine Lösung. Und nicht jeder Konflikt ist mit Mediation lösbar.
Wenn Sie unsicher sind, ob eine Mediation in Ihrem Fall sinnvoll ist, können wir das in einem kostenlosen Telefongespräch gemeinsam klären. Planen Sie dafür ungestörte 10-15 Minuten ein.
Dabei schildern Sie kurz Ihre Situation. Ich beantworte Ihre Fragen und wir klären unverbindlich, ob Mediation für Sie der passende Weg sein kann. Erst danach entscheiden Sie in Ruhe, wie Sie weiter vorgehen möchten.
In Ruhe erzählen. Gemeinsam weitersehen.
Wenn Sie die Situation einmal für sich alleine klären wollen, kann mein Angebot einer Konfliktklärung für Sie interessant sein. Hierbei handelt es sich um ein kostenpflichtiges, ausführliches Einzelgespräch in meiner Praxis, bei dem Sie den Konflikt besser verstehen lernen und wir mögliche weitere Schritte besprechen.
Mehr über Konfliktklärung erfahren
Sie können sich auch einfach weiter über Mediation informieren
Mehr über Ablauf, Kosten und Grenzen einer Mediation erfahren