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Wie funktioniert Mediation? Ablauf, Kosten, Vorteile und Einsatzbereiche

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Mediation funktioniert, wann sie sinnvoll ist, welche Vorteile sie bietet und in welchen Bereichen sie eingesetzt werden kann.

Was ist Mediation?

Wie läuft eine Mediation ab?

Was kostet eine Mediation? Wer zahlt?

Wer beauftragt den Mediator?

Muss ich an einer Mediation teilnehmen?

Wann ist eine Mediation sinnvoll? Wann ist ein Gerichtsverfahren notwendig?

Wann ist eine Mediation nicht sinnvoll?

Was sind die Vorteile einer Mediation?

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten?

Kann mich ein Mediator persönlich beraten?

In welchen Bereichen bieten Sie Mediation an?

Was ist der erste Schritt zu einer Mediation?

Häufige Fragen

Was ist Mediation?

Mediation bedeutet das eigenverantwortliche Finden von Lösungen für Konflikte unter Beteiligung einer außenstehenden Person, die selbst in keiner Weise im Streitfall involviert ist. Die außenstehende Person, der Mediator, ist weder Schiedsrichter noch Sachverständiger, sondern ein Experte für Gesprächs- und Verhandlungsführung.

Wie läuft eine Mediation bei mir ab?

Der allgemeine Ablauf einer Mediation für Privatpersonen ist wie folgt:

  • Kostenloses telefonisches Klärungsgespräch. Sie schildern mir Ihre Situation ohne konkrete Details. Ich stelle Fragen. Und wir überlegen gemeinsam, ob Mediation in Frage kommt. Planen Sie dafür 10-15 ungestörte Minuten ein.
  • In Ruhe überlegen, ob Mediation passend sein kann. Sie machen nur weiter, wenn es für Sie passt. Sie werden zu nichts überredet.
  • Orientierungsgespräch vereinbaren: Das Orientierungsgespräch dient dazu, einen realistischen Blick auf Ziele, Ausgangssituation, Möglichkeiten und Grenzen zu erhalten. Je nach Situation kann das Orientierungsgespräch gemeinsam oder getrennt durchgeführt werden.
  • In Ruhe überlegen, ob Sie Ihre Ziele mit einer Mediation erreichen können. Sie machen nur weiter, wenn Sie eine realistische Chance sehen.
  • Auftrag für Mediation durch alle Parteien gemeinsam
  • Moderierte Mediationsgespräche zur Bearbeitung der festgelegten Themen
  • Erarbeiten von Lösungen oder verschiedenen Lösungsoptionen
  • Gemeinsame Vereinbarung

Was kostet eine Mediation? Wer zahlt?

Wenn keine anderen Vereinbarungen getroffen werden …

… verrechne ich die Kosten pro Mediationsgespräch, das in der Regel bis zu 90 min dauert. Ich halte diese Zeit für Sie exklusiv frei. Mediationsgespräche können durch mich oder jede Partei auch vorzeitig beendet werden, wenn es die Situation erfordert.

… können Sie Mediationsgespräche kostenfrei absagen, wenn Sie dies in angemessener Frist vor der Sitzung tun.

… verpflichten Sie sich nicht für eine bestimmte Anzahl an Terminen. Termine werden gemeinsam und flexibel nach Bedarf und Verfügbarkeit festgelegt.

Wichtiger Hinweis: Ich übernehme Mediationen nur, wenn jede Partei einen finanziellen Beitrag leistet. Idealerweise beträgt die Kostenteilung 50/50. Das wird am Beginn der Mediation schriftlich vereinbart. Mediationen, die nur von einer Seite bezahlt werden, führe ich nicht durch, da die Erfolgsaussichten dann gering sind.

Die Kosten pro Mediationsgespräch werden vor Start der Mediation festgelegt. Diese hängen unter anderem ab vom Eskalationsgrad, der Anzahl der beteiligten Personen, der Notwendigkeit eines zweiten Mediators (Co-Mediation) etc. Ein konkretes Angebot folgt, wenn die Rahmenbedingungen geklärt sind.

Um Ihnen den Start einer Mediation zu erleichtern, gibt es den folgenden fixen Kostenrahmen für den Start:

  • Telefonisches Klärungsgespräch (10-15 min): für Sie kostenlos
  • Orientierungsgespräch (in der Praxis, bis zu 90 min): € 200 pro durchgeführtem Termin.
  • Weitere Mediationsgespräche: nach Angebot

Wer beauftragt den Mediator?

Der Mediator wird von den Streitparteien gemeinsam beauftragt, sie in den Verhandlungen zur Konfliktlösung zu unterstützen. Anstatt gar nicht miteinander zu reden oder in gegenseitigen Vorwürfen zu enden, werden die Streitparteien in die Lage versetzt, an der Lösung des Problems zu arbeiten und eine Vereinbarung zu erzielen.

Der Mediator arbeitet grundsätzlich allparteilich. Das bedeutet, dass er sein Handeln daran ausrichtet, dass im Gesprächsverlauf eine für alle Parteien zufriedenstellende und einhaltbare Lösung gefunden wird.

Muss ich an einer Mediation teilnehmen?

Die Teilnahme an einem Mediationsverfahren ist grundsätzlich freiwillig. Freiwilligkeit beinhaltet auch die Möglichkeit, dieses jederzeit einseitig ohne Angabe von Gründen zu beenden.

Wann ist eine Mediation sinnvoll?

Mediation macht dann Sinn, wenn die Konfliktparteien den grundsätzlichen Willen haben, eine gemeinsame Lösung zu finden, auch wenn anfangs eine solche vielleicht überhaupt nicht in Reichweite erscheint.

Was sind die Grenzen der Mediation? Wann ist ein Gerichtsverfahren notwendig?

Mediation braucht Verhandlungsbereitschaft. Mediation ist daher wenig aussichtsreich, wenn diese nicht gegeben ist. Falls eine Entscheidung im Zivilrechtsbereich wirklich benötigt wird, ist ein Gerichtsverfahren das Mittel der Wahl, wenn …

  • eine Seite nach Anfrage erklärt, nicht an einer Mediation teilnehmen zu wollen
  • der Konflikt zu eskaliert ist (ab Stufe 6 auf der Skala der Konflikteskalation)
  • die feste Erwartungshaltung ist, dass der Mediator eine bindende Entscheidung trifft – das ist dem Gericht vorbehalten
  • in einer Mediation kein Ergebnis erzielt werden kann

Es ist in vielen Fällen auch möglich, in der Mediation festzulegen, einzelne strittige Punkte durch ein Gericht klären zu lassen und für die übrigen Punkte kooperative Lösungen zu finden. Auch das ist ein mögliches Verhandlungsergebnis.

Verhandlungsbereitschaft kann auch erst im Laufe eines Gerichtsverfahrens entstehen, wenn die Parteien feststellen, dass eine kooperative Lösung überwiegende Vorteile hat.

Was sind die Vorteile einer Mediation?

  • Schnelle Streitbeilegung, meist sind nur wenige Gespräche notwendig.
  • Tragfähige Lösungen, da es keine Sieger und Verlierer, sondern ein gemeinsames Verhandlungsergebnis gibt.
  • Zufriedenstellende Lösungen, da diese von den Konfliktparteien selbst erarbeitet und Bedürfnisse möglichst gut berücksichtigt werden.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten?

Wenn Sie Mediation bei einem in die Liste des Justizministeriums gemäß Zivilrechts-Mediations-Gesetz (ZivMediatG) eingetragenen Mediator in Anspruch nehmen, unterliegen diese Mediationen einem besonderen rechtlichen Schutz.

Neben absoluter Vertraulichkeit und Neutralität sind für die Dauer der gehörig betriebenen Mediation Fristen zur Geltendmachung von Ansprüchen vor Zivilgerichten gehemmt (Fortlaufhemmung).

Weiters darf der Mediator zum Inhalt der Mediation nicht als Zeuge in Zivilprozessen vernommen werden.

Kann mich ein Mediator persönlich beraten?

Ein Mediator ist zu absoluter Neutralität und Allparteilichkeit verpflichtet. Daher ist es ethisch und gesetzlich ausgeschlossen, dass er persönliche Beratungsleistungen für Sie erbringt und gleichzeitig als Mediator in Ihrem Fall tätig ist.

Zur Klärung allfälliger rechtlicher Aspekte in Ihrem Konflikt wenden Sie sich daher bitte an Ihren Rechtsanwalt. Er kann auch die getroffenen Vereinbarungen für Sie überprüfen.

Wenn Sie psychologische Unterstützung oder Beratung benötigen, können Sie sich beispielsweise an Psychologen oder Psychotherapeuten wenden.

In welchen Bereichen bieten Sie Mediation an?

Für Privatpersonen

Scheidungsmediation

Nachbarschaftsmediation

Erbschaftsmediation

Familienmediation

Für Unternehmen

Lehrlingsmediation

Häufige Fragen – kurz und bündig beantwortet

Wie lange dauert eine Mediation? Das kommt auf den Themenumfang an. Isolierte Themen lassen sich oft in 1-2 Sitzungen bearbeiten.

Darf mein Anwalt bei der Mediation dabei sein? Direkt in der Mediationssitzung: Nein. Sie können sich aber zwischen den Sitzungen jederzeit anwaltlich beraten lassen.

Was passiert mit dem Ergebnis der Mediation? Wie geht es dann weiter? Das ist je nach Fall sehr individuell und wird in der Mediation gemeinsam besprochen. Am Ende kann eine persönliche Vereinbarung, ein Vertrag errichtet durch einen Anwalt oder Notar, ein Notariatsakt oder ein gerichtlicher Vergleich stehen.

Wer zahlt die Mediation? Im Regelfall bezahlen die Parteien die Mediation anteilig. Oft übernimmt eine Rechtsschutzversicherung die eigenen Kosten.

Kann ich eine Mediation abbrechen? Ja. Jederzeit.

Was passiert, wenn kein Ergebnis erzielt wird? Dann stehen Ihnen weitere Möglichkeiten zur Konfliktlösung natürlich offen. Im Idealfall klären Sie gemeinsam in der Mediation, wie es nun weiter gehen kann.

Darf der Mediator vor Gericht aussagen, wenn alle Parteien dem zustimmen? Nein.

Muss der Mediator vor Gericht aussagen, wenn der Richter das anordnet? Nein. Er muss nicht und darf nicht.

Was ist, wenn eine Partei absolut nicht teilnehmen will? Niemand kann zu einer Mediation gezwungen werden.

Ist Mediation eine ernste Angelegenheit? Nein, es darf auch gelacht werden.

Wenn etwas unbeantwortet geblieben ist, nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten, um mich unverbindlich zu fragen.

Der erste Schritt – ein kostenloses Klärungsgespräch

Jede Mediation beginnt mit einem kurzen, telefonischen Klärungsgespräch.

  • Jede Konfliktpartei kann diesen ersten Schritt tun. Das telefonische Klärungsgespräch ist vertraulich, kostenlos und unverbindlich.
  • Dieser erste Schritt ist völlig unabhängig davon, ob Sie mit den anderen Konfliktbeteiligten bereits über die Möglichkeit einer Mediation gesprochen haben.
  • Es erfolgt anhand einer kurzen Fallschilderung von Ihnen eine Abklärung, ob Mediation möglich und sinnvoll ist.
  • Gerne erzähle ich Ihnen nochmals ganz genau, was Mediation in Ihrem Fall bedeuten würde.
  • Nach dem Gespräch können Sie sich in Ruhe überlegen, ob Mediation im vorliegenden Fall für Sie passt.

Unverbindlich. Vertraulich. Telefonisch.

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Wie Konflikte entstehen und welche Lösungen es gibt